Berichterstattung der Westfalenpost vom 12.03.2019

Int Frauentag Rathaus 090319

Von links: Die Ratsfrauen Gudrun Scherer, Angelika Hennen und Dorothea Biermann (CDU)
Sibille Niklas, Astrid König-Ostermann und Gabriele Hoffmann (SPD). Foto Westfalenpost


Wenden.
Das informative, interessante und abwechslungsreiche Programm zum Internationalen Frauentag war am Samstag im Wendener Rathaus gerade eröffnet, da zog es die Ratsfrauen, die das Programm gemeinsam mit Angelika Günther, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wenden organisiert hatten an die Cocktailbar im Untergeschoss.

Die Exkursion war verdient. Die Damen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und etwas sehenswertes auf die Beine gestellt. Vorträge, Workshops, Wellness-Lounge und Infostände waren nur einige der Angebote, die über den Tag verteilt das Bild bestimmten. Die Vorträge zielten auf frauenspezifische Themen wie „Altersversorgung für Frauen“, „Stärkung des Persönlichkeitsbildes“, „Gesundheitsvorsorge“ ab. Kulturelle Vereine der Gemeinde waren in das rund sechsstündige Programm mit einbezogen.

Abwechslungsreiches Programm

 

Liedvorträge des Frauenchores Möllmicke unter Leitung von Thomas Bröcher, Showtanz der Roten Funken des Karnevalsvereins Schönau-Altenwenden und als Highlight der Auftritt der Kabarettistin Christa Weigand. Ein Tag zum Feiern und Genießen. Astrid Ostermann-König, zweite stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Wenden bremste die Euphorie ein wenig: „Es ist kein Tag zum Jubeln.“

Die Mitorganisatorin des wirklich abwechslungsreichen Programms blickte in ihrer Begrüßung in die Vergangenheit zurück und stellte fest, dass die Forderungen von damals immer noch aktuell sind.

Frauenrechte weiter stärken


„1918 wurde das Frauenwahlrecht eingeführt, erst 1962 durften Frauen ein eigenes Konto eröffnen, seit 1969 sind Frauen geschäftsfähig und seit 1972 steht ihnen eine eigene Berufswahl, ohne die Zustimmung des Mannes zu. 2019 sind Frauen immer noch benachteiligt. Sie erhalten 21 Prozent weniger Lohn, bei gleicher Arbeit, 42 Prozent der Alleinerziehenden sind auf Hartz IV angewiesen und nur 0,2 Prozent der Frauen schaffen es in Chefetagen. Das sind einige, wenige Beispiele, die zeigen, dass die Rechte von Frauen weiter gestärkt werden müssen. Wir haben eine Stimme. Wir müssen auf uns aufmerksam machen.“

Ziele nicht näher


Kritik übte Astrid Ostermann-König an dem Gesetz des Landes Berlin, den Frauentag zum gesetzlichen Feiertag zu machen. „Das schadet der Wirtschaft und bringt uns unseren Zielen nicht näher“, so Astrid Ostermann-König. Aus den Reihen der zahlreichen Besucher gab es zustimmendes Nicken.

Es hat sich gelohnt


Das Fazit der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Wenden? „Die Arbeit hat sich gelohnt. Wir haben uns sehr über das große Interesse gefreut“, so Sibille Niklas, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wenden.

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