Die SPD-Wenden bezieht Stellung zu der letzten Ratssitzung am 22. Januar, in deren Mittelpunkt die Diskussion um die weitere Vorgehensweise in Sachen Hallenbad Wenden stand.

Für Verwirrung sorgte vorweg die Beschlussvorlage des Bürgermeisters, die lautete: „Das Hallenbad in Wenden wird umfassend saniert.“ Wäre man diesem Beschlussvorschlag gefolgt, so hätte das bereits den Startschuss für die Sanierung des Bades bedeutet. Gleichzeitig sollte aber auch erst dann ein Gutachten über die Bausubstanz des Gebäudes in Auftrag gegeben werden. „Diese Vorgehensweise hat Fragen nach der Seriösität – zumindest aber nach der Reihenfolge der Maßnahmen - aufgeworfen“, erläutert Ratsmitglied Ludger Reuber. „Prüft man nicht zuerst und saniert anschließend?“

„Modellcharakter hat für die SPD-Wenden der Neubau des Schwimmbades in Werdohl“, berichtet die Vorsitzende Jutta Hecken-Defeld. „Nachdem wir von dem kostengünstigen Neubau dort erfahren hatten, habe ich einen Termin vereinbart.“ Fraktionsmitglieder der SPD besichtigten im Herbst 2019 das neu errichtete Hallenbad und ließen sich dort vom Geschäftsführer der Stadtwerke Werdohl, Herrn Frank Schlutow, umfassend informieren. „Es ist einem Antrag der SPD zu verdanken, dass Frank Schlutow in der Ratssitzung am 22. Januar allen Fraktionen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stand.“

Im Verlauf der Ratssitzung nannte SPD-Ratsmitglied Robert Dornseifer Punkte, die für einen Neubau des Hallenbads an der Gesamtschule in Wenden sprechen, wie beispielsweise die Erhöhung der Standortattraktivität von Wenden, insbesondere für das Schulzentrum. In einem Schreiben von Ende letzten Jahres favorisierte der stv. Schulleiter der Gesamtschule, Herr Karrasch, einen Neubau des Schwimmbades. Dieser Forderung schloss sich die DLRG Ortsgruppe Wenden im letzten Jahr in einer Stellungnahme an.

Robert Dornseifer führt aus: „Aus unserer Sicht ist eine Argumentation nur über die Kosten zu kurz gedacht. Man muss sich vor Augen halten, dass das Hallenbad bereits im Jahr 1968 errichtet wurde. Eine vollständige energetische Sanierung und Dämmung der Gebäudehülle ist nur bedingt möglich.“ Für Ratsmitglied Sibille Niklas ist das Wichtigste, gut abzuwägen, ob gutes Geld in ein altes Gebäude gesteckt wird, „nicht dass die Sanierung zu einem Fass ohne Boden wird, weil derzeit nicht abschätzbare Kosten und Folgekosen entstehen können.“

Völlig ungeklärt sind folgende Fragen: Wie lange wird eine mögliche Sanierung andauern? Wie wird während dieser Zeit der Schulschwimmsport organisiert? Wer denkt an die Ausfallzeiten der Vereine? Nur vage Versprechungen und gut gemeinte Absichtserklärungen sind schlussendlich „Worthülsen“. Wir verlangen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger verlässliche Aussagen unseres Bürgermeisters.

Da eine so weitreichende Entscheidung mit Ausgaben in Millionenhöhe belastbare Zahlen, Daten und Fakten erfordert, hat sich die SPD-Fraktion dafür eingesetzt, dass nun die Kosten der Sanierung den Kosten eines Neubaus gegenübergestellt werden und dass gleichzeitig geprüft wird, ob ein Neubau an der Gesamtschule realisierbar ist. Der Fraktionsvorsitzende Stephan Niederschlag betont: „Die SPD will ihre Entscheidung an Fakten festmachen und die liegen bislang nicht vor.“

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