Vorfreude auf das neue Hallenbad
Spatenstich für Mitte Juni geplant
Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden Ludger Reuber trafen sich Mitglieder der SPD-Fraktion mit dem geschäftsführenden Vorstand der DLRG-Ortsgruppe Wenden zu einem Informationsaustausch. Jens Willeke, der Vorsitzende der Ortsgruppe, berichtete stolz, dass die DLRG-Wenden derzeit 190 Mitglieder hat. Die Hauptaufgabe der DLRG ist die Gewährleistung der Sicherheit am Wasser und die Rettung von Menschen vor dem Ertrinken. In diesem Zusammenhang lohnt sich ein Blick in die Statistik: Im vergangenen Jahr sind in Deutschlands Freigewässern insgesamt 411 Menschen ertrunken, davon 57 in Nordrhein-Westfalen. Neben der Wasserrettung umfasst das Engagement der DLRG auch die Schwimmausbildung sowie die Aufklärung der Bevölkerung. Die Ortsgruppe Wenden ist finanziell gut aufgestellt und die Mitgliedsbeiträge sind für jedermann erschwinglich.
Wie wichtig das Schwimmenlernen für Kinder ist, zeigt erneut eine Statistik. Im Jahr 2024 sind vierzehn Kinder unter zehn Jahren im Wasser ums Leben gekommen. Im Wendener Bad werden zahlreiche Schwimmkurse angeboten. Die Anfängerschwimmkurse sind innerhalb einer Stunde nach Freischaltung ausgebucht. Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, wird ab den Osterferien ein zusätzlicher Kurs in Wenden angeboten.
Jörg Beßmann von der SPD lobte das große ehrenamtliche Engagement der DLRG-Mitglieder: „Ohne euch gibt es so gut wie keine Möglichkeit mehr, in Wenden das Schwimmen zu erlernen!“ Des Weiteren hat die DLRG während des Hochwasser-Einsatzes 2024 Unterstützung geleistet und gemeinsam mit den Feuerwehrkameraden aus Gerlingen den Sandsackverbau vorgenommen. „Wir von der DLRG haben dabei in Wassernähe gearbeitet“, erklärte Willeke. Christian Rademacher, stellvertretender Vorsitzender, berichtete von seiner anspruchsvollen Ausbildung zum Rettungsschwimmer, die sowohl praktische Prüfungen als auch eine schriftliche Hausarbeit umfasst. Jeder Trainer der DLRG muss zudem einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Dominik Hüpper, der als Schatzmeister tätig ist, sprach auch über die zunehmenden bürokratischen Anforderungen, wie das Anlegen diverser Statistiken. „Eigentlich wäre ich doch lieber im Wasser!“, sagte er schmunzelnd. Herausfordernd war auch die Erstellung eines Schutzkonzepts zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, das von jedem Verein verlangt wird. Zwar hält die DLRG dieses Konzept für sehr wichtig, kritisiert jedoch, dass solche Regelungen immer mit Mehraufwand verbunden sind.
Abschließend wurde die aktuelle Situation des Schwimmbetriebs in Wenden thematisiert. Derzeit gestaltet sich diese als schwierig: Das bestehende Hallenbad ist in die Jahre gekommen, und viele Bereiche – insbesondere die Duschen und sanitären Anlagen – entsprechen nicht mehr den heutigen Standards. Trotz dieser Herausforderungen hofft die DLRG, dass das Bad bis zur Fertigstellung des Neubaus weiterhin genutzt werden kann, um den Schwimmbetrieb aufrechtzuerhalten. Auch die Öffnungszeiten entsprechen nicht den Vorstellungen der DLRG. Dennoch freut sich die Ortsgruppe, dass das Bad weiterhin kostenlos von der Gemeinde für ihren Trainingsbetrieb genutzt werden kann.
Die Planungen für den Neubau des Hallenbads an der Gesamtschule schreiten mittlerweile voran. Der Spatenstich und Baubeginn sind für Mitte Juni geplant. Robert Dornseifer von der SPD betonte: „Die Verwaltung hat jetzt richtig Tempo gemacht. Besonders der Kämmerer, Thomas Munschek, hat sich intensiv mit dem Neubau auseinandergesetzt!“ Dies wurde von allen Gesprächsteilnehmern ausdrücklich gelobt. Der Neubau des Schwimmbads sorgt auch bei der DLRG für einen zusätzlichen Motivationsschub. Die SPD-Vertreter stellten klar, dass sie stets ein funktionales und nie ein Spaßbad gefordert haben. Ein modernes Schwimmbad gehört für die SPD zur grundlegenden Infrastruktur der Gemeinde Wenden. Das Nutzungskonzept für das neue Bad muss jedoch noch entwickelt werden. Es sollte neben Schulschwimmen und DLRG-Kursen auch Angebote wie Aqua-Aerobic beinhalten. Insgesamt bot das Treffen eine wertvolle Gelegenheit, die positiven Entwicklungen der DLRG-Ortsgruppe zu würdigen und gleichzeitig auf die Herausforderungen hinzuweisen, mit denen der Verein konfrontiert ist. „Diesen Informationsaustausch können wir gerne bei Gelegenheit wiederholen“, so Ludger Reuber abschließend.