Besuch bei der Tagespflege Sophia in Hünsborn
Vorne von links: Boris Eberlein, Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari,
Jutta Hecken-Defeld und Sibille Niklas
Hinten von links: Fachbereichsleiter Winfried Schönauer und
Pflegedienstleiterin Iris Barbi
Das Alter erfordert oft veränderte Rahmenbedingungen. Die GFO-Tagespflege Sophia im Neubaugebiet „An der Wahre“ in Hünsborn bietet dafür ein ideales Angebot als Baustein. Davon konnten sich die Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari (SPD) sowie Jutta Hecken-Defeld, Sibille Niklas, Christoph Hötte und Boris Eberlein von der SPD Wenden bei einem Besuch überzeugen.
Pflegedienstleiterin Iris Barbi und Fachbereichsleiter Winfried Schönauer führten die Gäste durch die barrierefreie Einrichtung, die seit fast einem Jahr in Betrieb ist. Tagespflegegäste finden hier helle und freundliche Gemeinschafts- und Ruheräume sowie ein großzügiges Bad vor. Die Wände sind zum Teil mit Kunstwerken der Tagespflegegäste dekoriert, was ein kreatives Angebot widerspiegelt. Eine Außenanlage lädt ab dem Frühjahr zum Aufenthalt im Freien ein.
Alle Angebote des Hauses, ob Gedächtnistraining, Singen oder Sporttreiben, sind freiwillig und nicht verpflichtend. Besuche vom Kindergarten aus der Nachbarschaft, dem Diakon oder auch von den örtlichen Chören sind immer gern gesehen und bringen Abwechslung in den Tageslauf. Diese Vielfalt ist für viele ein Hauptgrund, die Tagespflege zu besuchen, denn die durchaus fitten Seniorinnen und Senioren schätzen die Geselligkeit und das Miteinander.
Nicht nur die Betreuung ist ein wesentlicher Baustein der Leistung der Tagespflege Sophia. Pflegedienstleiterin Iris Barbi hob hervor, dass ältere und hilfsbedürftige Menschen mit Unterstützung der Tagespflege länger in ihrer vertrauten Umgebung leben und am sozialen Leben teilhaben können. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gäste entsprechend ihren Ressourcen zu fördern, um ihnen ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder einen Teil wieder zurückzugeben.“ Für die Angehörigen der pflegebedürftigen Personen schafft dieses Angebot die Möglichkeit, ihrer beruflichen Tätigkeit nachzukommen oder einfach eine Auszeit zu nehmen.
Zur Förderung der Selbstständigkeit und der geistigen und körperlichen Fitness erprobt die Tagespflege Sophia derzeit einen digitalen Gesundheitsspiegel. Darüber wird eine breite Palette von interaktiven Programmen angeboten, die sich auf die Bedürfnisse der Tagesgäste anpassen lassen. Von Gymnastikübungen, über die Förderung der Wahrnehmung bis hin zu Unterhaltungsprogrammen und Gedächtnistraining bietet der Gesundheitsspiegel ein reichhaltiges Angebot für die Seniorinnen und Senioren. „Das Gerät kommt so gut an, dass es sehr schade wäre, es wieder abgeben zu müssen, doch die Finanzierung mit Kosten in Höhe von 10.000 € stellt eine Hürde dar, für die wir noch nach Lösungen suchen“, so Pflegedienstleiterin Iris Barbi.
Die Tagespflegegäste wünschen sich ebenso eine Tischtennisplatte. Denn Tischtennisspielen fördert das, was z. B. eine Parkinsonerkrankung den Betroffenen nimmt, die Beweglichkeit. Außerdem werden verschiedene koordinative Fähigkeiten wie die Auge-Hand-Koordination trainiert. Daher hier der Aufruf an alle, die evtl. eine Tischtennisplatte zu Hause haben, sie aber nicht nutzen. Bei der Tagespflege Sophia würde sie Freude und Bewegung in das Leben der Gäste bringen und dazu beitragen ihre Lebensqualität zu verbessern.
Noch sind nicht alle 18 Plätze in der Tagespflege belegt. Dies stellt eine Herausforderung dar, die Durchhaltevermögen und Engagement erfordert. Für die Träger ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Finanzierung der Tagespflegeeinrichtungen gesichert wird, um deren wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. „Gute Pflege und Betreuung dürfen kein Luxusgut werden“, waren sich die Besucher der SPD einig. „Die Bedeutung dieser Einrichtungen für die Gesellschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitswesens, gerade auch im Hinblick auf den demographischen Wandel. Wir setzen uns dafür ein, dass die notwendigen Mittel bereitgestellt werden. Eine zukunftsorientierte Finanzierung sichert nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern fördert auch die Teilhabe und das Wohlbefinden aller Betroffenen“, hob die Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari hervor.
„Außer der Tagespflege beinhaltet das Gebäude auch elf barrierefreie Wohnungen, von denen eine noch frei ist“, erklärte Fachbereichsleiter Winfried Schönauer. „Dieses ‚Service-Wohnen‘ bietet den Vorteil, dass zusätzliche Angebote der GFO bei Bedarf nicht fern sind. So kann zum Beispiel ein Mittagessen zugebucht werden.“
Beim gemeinsamen Kaffeetrinken ergab sich die Gelegenheit, mit den Tagesgästen ins Gespräch zu kommen. Sie hoben hervor, welche Bedeutung diese sozialen Kontakte und die Förderung individueller Fähigkeiten für ihr Wohlbefinden haben.
Die Besucher der SPD waren beeindruckt von dem bereichernden Angebot für die Gemeinde Wenden und von der Lebensqualität, die durch die Tagespflege geschaffen wird. „Ein wichtiger Baustein, um älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so das Resümee der Bundestagsabgeordneten Nezahat Baradari.